Nürnberg: Stadt des Friedens und der Menschenrechte – nicht nur auf dem Papier.
Nürnberg trägt besondere Verantwortung. Menschenrechte dürfen kein Stadtmarketing sein: Wir wollen eine Stadt, die im Alltag schützt, hilft und Haltung zeigt - gegen Gewalt, Aufrüstung und Entmenschlichung.
Weltweit nehmen bewaffnete Konflikte, militärische Eskalationen und autoritäre Machtergreifungen zu. Krieg wird zunehmend als legitimes Mittel der Politik dargestellt, Aufrüstung als alternativlos verkauft, während zivile Konfliktbearbeitung, Diplomatie und internationale Solidarität in den Hintergrund gedrängt werden. Weltweit eskalieren bewaffnete Konflikte, während Aufrüstung, Waffenexporte und militärische Interventionen als scheinbare Lösungen propagiert werden. Die Leidtragenden sind stets die Zivilbevölkerungen. Ob im Gazastreifen, im Westjordanland, im Sudan, in der Ukraine, im Jemen oder in anderen Krisenregionen: Kriege zerstören Lebensgrundlagen, verschärfen globale Ungleichheit und treiben Millionen Menschen in Flucht und Armut.
Gerade Nürnberg trägt hier eine besondere Verantwortung: Als Stadt der Menschenrechte, als Ort der Nürnberger Prozesse und mit einer lebendigen Friedensbewegung darf Nürnberg diese Realität nicht ausblenden oder selektiv behandeln. Der selbsternannte Titel der „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ muss mit Leben gefüllt werden – in der kommunalen Praxis, in der Bildungsarbeit, in den Städtebeziehungen und überall dort, wo die Stadt Handlungsspielräume hat.
