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Home-Schooling für Schüler*innen aus sozial benachteiligten Haushalten erleichtern

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Stadtrat möge Folgendes beschließen:

  • Allen Schüler*innen an städtischen Schulen und Bildungseinrichtungen muss eine Teilnahme an den von den Lehrkräften zur Verfügung gestellten Unterrichtsangeboten ermöglicht werden. Für Schüler*innen, die keinen Zugang zu internetfähigen PCs und/oder Druckern haben, müssen die Unterlagen ggf. per Post in Papierform zur Verfügung gestellt werden. Falls ein Internetanschluss ohne passende Hardware zur Verfügung steht, müssen Leihcomputer und/oder Drucker zur Verfügung gestellt werden. Lehrkräfte an städtischen Schulen sollen angehalten werden, auf die genannten Probleme zu achten und ggf. Maßnahmen einzuleiten.
  • Nach der Corona-Krise ist darauf zu achten, dass benachteiligten Schüler*innen besonders viel Aufmerksamkeit und Unterstützung beim Aufholen des Lernstoffs gewidmet wird. Vom Abprüfen des während der Phase des Home-Schoolings erlernten Stoffs ist abzusehen, um den ungleichen Bedingungen zuhause Rechnung zu tragen.
  • An alle nichtstädtischen Schulen in Nürnberg muss appelliert werden, ebenso zu verfahren.

Begründung:

Das sogenannte Home-Schooling stellt besonders die Schüler*innen und Familien vor große Herausforderungen, die im normalen Schulbetrieb und Alltag schon vielfältigen Benachteiligungen ausgesetzt sind. Vielen Schülern*innen stehen keine modernen Smartphones oder Computer zur Verfügung und sie können nicht auf Unterstützung durch ihre Eltern zurückgreifen. Auch ist in vielen Fällen nicht davon auszugehen, dass die Schüler*innen zuhause eine ruhige und angemessene Lernatmosphäre mit dem entsprechenden Material vorfinden. Um die sogenannte Bildungsschere nicht noch weiter zu vergrößern, sind die vorgeschlagenen Maßnahmen zu ergreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Özlem Demir, Kathrin Flach Gomez, Titus Schüller

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