Gepostet im Mai, 2018


Vor­la­ge Par­tei­pro­gramm­sei­te


Gepostet Von am Mai 21, 2018

ver­läss­lich

Kin­der­ar­mut bekämp­fen

Unse­re Ide­en für eine ehr­li­che sozia­le Fami­li­en­po­li­tik

DIE LINKE. Land­tags­wahl in Bay­ern

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Mit unse­rer soli­da­ri­schen Gesund­heits­ver­si­che­rung kön­nen wir die drin­gend benö­tig­ten Stel­len in der Pfle­ge bezah­len. Auch eine bes­se­re Bezah­lung der Beschäf­tig­ten muss drin sein. Wir wol­len gesetz­lich fest­schrei­ben, wie viel Pfle­ge­per­so­nal min­des­tens pro Pati­ent da sein muss. Die Län­der kön­nen heu­te not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen in die Kran­ken­häu­ser oft nicht mehr bezah­len. Wir erhö­hen ihre Ein­nah­men durch eine Steu­er auf Ver­mö­gen ober­halb einer Mil­li­on Euro.

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Muti­ge Sozi­al­po­li­tik für muti­ge Men­schen

Unser Pro­gramm zur Land­tags­wahl in Bay­ern

Du ver­än­derst die Welt

Enga­gie­re dich für Frie­den, Umwelt, Demo­kra­tie und sozia­le Gerech­tig­keit

Ver­an­stal­tun­gen und Ter­mi­ne

Ver­an­stal­tungs­ka­len­der

Mehr

MEHR Frie­den. Rüs­tungs­ex­por­te stop­pen

 

Krie­ge begin­nen in Bay­ern. Die CSU hat Bay­ern zum Waf­fen­ex­port­land gemacht. Die mil­li­ar­den­schwe­ren Sub­ven­tio­nen in die Rüs­tungs­in­dus­trie wol­len wir stop­pen und Waf­fen­ex­por­te ver­bie­ten. Dafür soll mehr Geld in Umwelt­schutz, Digi­ta­li­sie­rung, Pfle­ge, Nah­ver­kehr und Woh­nungs­bau inves­tiert wer­den. DIE LINKE lehnt jede Unter­stüt­zung von Krie­gen ent­schie­den ab.

Ange­sichts des Trüm­mer­fel­des, zu dem eine Staats- und Gesell­schafts­ord­nung ohne Gott, ohne Gewis­sen und ohne Ach­tung vor der Wür­de des Men­schen die Über­le­ben­den des zwei­ten Welt­krie­ges geführt hat, in dem fes­ten Ent­schlus­se, den kom­men­den deut­schen Geschlech­tern die Seg­nun­gen des Frie­dens, der Mensch­lich­keit und des Rech­tes dau­ernd zu sichern, gibt sich das Baye­ri­sche Volk, ein­ge­denk sei­ner mehr als tau­send­jäh­ri­gen Geschich­te, nach­ste­hen­de demo­kra­ti­sche Ver­fas­sung. (Prä­am­bel der baye­ri­schen­Ver­fas­sung)

Die CSU ist seit lan­gem eine trei­ben­de Kraft der Mili­ta­ri­sie­rung Deutsch­lands. Schon der frü­he­re baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Franz Josef Strauß setz­te sich für die Auf­rüs­tung der Bun­des­wehr und die För­de­rung der Rüs­tungs­in­dus­trie ein. Damit wur­de Bay­ern eine der gro­ßen Rüs­tungs­schmie­den Deutsch­lands. Air­bus Defence and Space in Otto­brunn und Schro­ben­hau­sen, Krauss-Maff­ei Weg­mann und MTU in Mün­chen sowie Diehl in Nürn­berg zäh­len zu den umsatz­stärks­ten deut­schen Rüs­tungs­un­ter­neh­men. Die­se pro­fi­tie­ren nicht nur von Rüs­tungs­vor­ha­ben des Bun­des, son­dern auch von Waf­fen­ex­por­ten, die zuneh­mend in alle Welt gehen, auch in Kri­sen- und Kriegs­re­gio­nen.

Die baye­ri­sche Regie­rung sieht ihren Ein­satz für das Geschäft mit dem Tod als Stand­ort­fak­tor. Frie­dens­po­li­tik hat im baye­ri­schen Land­tag bis jetzt kei­ne poli­ti­sche Hei­mat. Die Scharf­ma­cher der CSU leis­ten der Mili­ta­ri­sie­rung in Bay­ern wei­ter­hin Vor­schub, indem sie sich für den Ein­satz der Bun­des­wehr im Innern ein­set­zen. Die Ver­men­gung von Poli­zei und Mili­tär führt dazu, dass Sol­da­ten für Auf­ga­ben ein­ge­setzt wer­den, für die sie nicht aus­ge­bil­det sind. Dies ist kei­ne sicher­heits­po­li­ti­sche Errun­gen­schaft und steht im Wider­spruch zum Arti­kel 99 der Baye­ri­schen Ver­fas­sung, nach dem der Schutz der Ein­woh­ner durch die Poli­zei gewähr­leis­tet wird.

Nicht nur die Bun­des­wehr ist in Bay­ern ger­ne gese­hen, wenn es nach der bis­her amtie­ren­den Regie­rung geht. Bay­ern ist neben Rhein­land-Pfalz die Dreh­schei­be für Kriegs­übun­gen der US-Armee in Euro­pa und stellt ein Drit­tel der mili­tä­ri­schen Infra­struk­tur für die 40 000 in Deutsch­land sta­tio­nier­ten US-Sol­da­ten zur Ver­fü­gung. Die USA haben mit Gra­fen­wöhr und Hohen­fels in der Ober­pfalz sowie Ans­bach-Kat­ter­bach und Ille­sheim in Mit­tel­fran­ken vier Mili­tär­ba­sen im Frei­staat, die zuneh­mend als Sprung­brett an die rus­si­sche Gren­ze genutzt wer­den. Hier­bei ist der Trup­pen­übungs­platz Gra­fen­wöhr das größ­te und moderns­te Übungs­are­al für NATO-Arme­en in Euro­pa, auf dem scharf geschos­sen wird. Hier wer­den 5000 Sol­da­ten für ihre Kampf­ein­sät­ze in aller Welt aus­ge­bil­det. Die Kriegs­übun­gen mit ihrem Lärm, mit ihrem Fein­staub und mit ihrem Ver­kehrs­cha­os belas­ten die Bevöl­ke­rung schwer.

Die Kampf­hub­schrau­ber-Staf­feln in Ans­bach und Ille­sheim wur­den 2017 mas­siv auf­ge­rüs­tet. Die Zahl der Maschi­nen wur­de auf 136 ver­dop­pelt, die Flug­stun­den stie­gen seit­her auf monat­lich 2000 an. Die Men­schen in Mit­tel­fran­ken lei­den indes unter dem Flug­lärm bis zwei Uhr nachts und unter der extre­men Fein­staub­be­las­tung durch die Kampf­hub­schrau­ber, die bis zu 4.800 Liter JP8-Kero­sin pro Stun­de ver­brau­chen. Eine ört­li­che Bür­ger­initia­ti­ve ermit­tel­te bei Fein­staub­mes­sun­gen wäh­rend ber­flü­gen bis zum Zehn­fa­chen erhöh­te Schad­stoff­emis­sio­nen. Spit­zen­wer­te in einem Kilo­me­ter Ent­fer­nung zum Flug­feld Kat­ter­bach errei­chen die­je­ni­gen unmit­tel­bar an der Lan­de­bahn des Münch­ner Flug­ha­fens. Das US-Mili­tär ist gemäß Trup­pen­sta­tut von sämt­li­chen Steu­ern und vie­len deut­schen Umwelt­stan­dards befreit.

Bay­ern ist damit ein wich­ti­ger Bestand­teil der US-Kriegs­füh­rung und leis­tet Bei­hil­fe zur Vor­be­rei­tung und Füh­rung von Angriffs­krie­gen, auch wenn das gegen das Grund­ge­setz (Arti­kel 26) ver­stößt. Auf die Bevöl­ke­rung vor Ort wird dabei kei­ne Rück­sicht genom­men.

Die Unter­stüt­zung der US-Auf­rüs­tung im Frei­staat ist ein deut­li­cher Beleg für das struk­tur­po­li­ti­sche Ver­sa­gen der CSU. DIE LINKE steht klar für die Schlie­ßung der US-Mili­tär­ba­sen im Frei­staat. Damit errei­chen wir nicht nur mehr Gesund­heits­schutz für die Anwoh­ner. Die zivi­le Umnut­zung eröff­net zahl­rei­che Chan­cen für die Regio­nal­ent­wick­lung: Wohn­ge­bie­te und Gewer­be­an­sied­lun­gen kön­nen ohne zusätz­li­chen Flä­chen­fraß rea­li­siert wer­den. Anstatt die US-Armee zu sub­ven­tio­nie­ren will DIE LINKE daher Kom­mu­nen finan­zi­ell bei der Kon­ver­si­on unter­stüt­zen. Dies sehen wir als Chan­ce, vor Ort Kon­zep­te eines sozi­al-öko­lo­gi­schen Umbaus zu erpro­ben. So machen wir Bay­ern zukunfts­fä­hig, lebens­wer­ter und auch ein Stück fried­li­cher.

DIE LINKE ist die ein­zi­ge Par­tei, die im Bun­des­tag ihre Stim­me kon­se­quent und nach­hal­tig gegen die Kriegs- und Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr erhebt, weil sie mili­tä­ri­sche Gewalt als Mit­tel der inter­na­tio­na­len Poli­tik ablehnt. Des­halb bekämp­fen wir auch jeden Export von Rüs­tungs­gü­tern.

Rüs­tungs­ex­por­te füh­ren zu Krie­gen und Krie­ge erzeu­gen Flucht­be­we­gun­gen. Wir wol­len Flucht­ur­sa­chen schon bei uns vor Ort bekämp­fen und daher weg von der Rüs­tungs­pro­duk­ti­on, die gera­de in Bay­ern sehr stark ver­tre­ten ist. Wir for­dern die Ein­lei­tung von Kon­ver­si­ons­pro­zes­sen, die die Umstel­lung auf zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­plät­ze mit aus­rei­chen­der Bezah­lung und men­schen­ge­rech­ten Arbeits­be­din­gun­gen unter­stüt­zen.

Die CSU-Staats­re­gie­rung unter­stützt seit vie­len Jah­ren die Münch­ner „Sicher­heits­kon­fe­renz“, die ein Forum ist zur Recht­fer­ti­gung der NATO, ihrer zuneh­men­den Rüs­tungs­aus­ga­ben und ihrer völ­ker­rechts­wid­ri­gen Kriegs­ein­sät­ze, die der Bevöl­ke­rung als „huma­ni­tä­re Inter­ven­tio­nen“ ver­kauft wer­den. Der baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent zeigt sich als wohl­wol­len­der Gast­ge­ber und Unter­stüt­zer der Kon­fe­renz, wäh­rend tau­sen­de Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten gegen die­je­ni­gen ein­ge­setzt wer­den, die auf der Stra­ße gegen die krie­ge­ri­sche Poli­tik der NATO demons­trie­ren.

DIE LINKE begreift sich als ein Teil der Frie­dens- und Anti­kriegs­be­we­gung und will die zuneh­men­de Mili­ta­ri­sie­rung in Staat und Gesell­schaft nicht hin­neh­men. Dabei stellt sie sich ins­be­son­de­re gegen die harm­los daher­kom­men­de Mili­tär- und Kriegs­pro­pa­gan­da, der unse­re Jugend aus­ge­setzt ist.

  • die Unter­stüt­zung der anhal­ten­den Pro­tes­te gegen die Mili­tär­ba­sen in Bay­ern.
  • das kon­se­quen­te Anpran­gern der phy­si­schen und psy­chi­schen Gesund­heits­schä­den, die von Mili­tär­ba­sen aus­ge­hen.
  • die Kün­di­gung der Sta­tio­nie­rungs­rech­te des US-Mili­tärs in Deutsch­land.
  • den Abzug der US-Armee aus Bay­ern und Schlie­ßung ihrer Mili­tär­ba­sen.
  • Kon­ver­si­ons­kon­zep­te für die zivi­le Nut­zung von US-Stand­or­ten und ehe­ma­li­gen Bun­des­wehr­stand­or­ten unter Mit­wir­kung der betrof­fe­nen Kom­mu­nen und ihrer Bür­ger.
  • den Umbau der baye­ri­schen Rüs­tungs­in­dus­trie mit dem Ziel einer zivi­len und gesell­schaft­lich sinn­vol­len Pro­duk­ti­on unter Mit­wir­kung der betrof­fe­nen Betriebs­rä­te und ihrer Gewerk­schaf­ten.
  • die Been­di­gung der Unter­stüt­zung der Münch­ner NATO-Sicher­heits­kon­fe­renz
  • die Abkehr von der wei­te­ren Mili­ta­ri­sie­rung der deut­schen Innen- und Außen­po­li­tik und die Been­di­gung der Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr.
  • die Been­di­gung der Bun­des­wehr­wer­bung in Schu­len und der Rekru­tie­rung von Min­der­jäh­ri­gen.
  • eine baye­ri­sche Initia­ti­ve im Bun­des­rat dem Atom­waf­fen­ver­bots­ver­trag der Ver­ein­ten Natio­nen bei­zu­tre­ten.
  • die Unter­stüt­zung der Kam­pa­gne „Abrüs­ten statt Auf­rüs­ten“.

Muti­ge Sozi­al­po­li­tik für muti­ge Men­schen

Unser Pro­gramm zur Land­tags­wahl in Bay­ern

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Vor­la­ge Ver­an­stal­tung


Gepostet Von am Mai 17, 2018

Pfle­ge­not­stand

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Vor­la­ge Ver­an­stal­tung

hier Datum der Ver­an­stal­tung ein­tra­gen — z.B. 01.07.2018

Hier Uhr­zeit der Ver­an­stal­tung ein­tra­gen — z.B. 19.00 — 21.30 Uhr

Hier Ort der Ver­an­stal­tung ein­tra­gen — z.B. Nach­bar­schafts­haus Gos­ten­hof

Har­unt autet lam audi­ta­tis dent, vene­se­quis mo et quia pos voll­abo. Itat­a­spid mo tem quo­di­pis di accupt­ae pel­en­ti­os alic te core­ne dolo­rep udi­tior­unt exer­u­me venia pores abo. Namusa­pis autem veli­qui odi­pi­ca­te in con­se­rum ali­ciis abore­cat quod que non­em­pos inti nati sed ma destiis tibus­da dis asit,

ali­bu­sed ma destiis tibus­da dis asit. quod que non­em­pos inti nati sed ma t har­unt autet lam audi­ta­tis dent, vene­se­quis mo et quia pos voll­abo. Itat­a­spid mo tem quo­di­pis di accupt­ae pel­en­ti­os alic te core­ne dolo­rep udi­tior­unt exe

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VORLAGE Kam­pa­gnen­sei­te

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Gepostet Von am Mai 14, 2018

Pfle­ge­not­stand

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Schluss mit der Zwei-Klas­sen-Medi­zin!

Mehr Per­so­nal in Pfle­ge und Gesund­heit.

Lan­ge War­te­zei­ten beim Arzt, Kran­ken­häu­ser wer­den pri­va­ti­siert, Sta­tio­nen müs­sen schlie­ßen, weil sie nicht »lukra­tiv« sind. Pfle­ge im Minu­ten­takt ist Stress für die Beschäf­tig­ten und für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten.
Die Gesund­heits­re­for­men der letz­ten Regie­run­gen haben die Unge­rech­tig­keit im Gesund­heits­sys­tem ver­schärft: Wer arm ist, wird häu­fi­ger krank und stirbt frü­her.

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Mit unse­rer soli­da­ri­schen Gesund­heits­ver­si­che­rung kön­nen wir die drin­gend benö­tig­ten Stel­len in der Pfle­ge bezah­len. Auch eine bes­se­re Bezah­lung der Beschäf­tig­ten muss drin sein. Wir wol­len gesetz­lich fest­schrei­ben, wie viel Pfle­ge­per­so­nal min­des­tens pro Pati­ent da sein muss. Die Län­der kön­nen heu­te not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen in die Kran­ken­häu­ser oft nicht mehr bezah­len. Wir erhö­hen ihre Ein­nah­men durch eine Steu­er auf Ver­mö­gen ober­halb einer Mil­li­on Euro.

Wo’s gera­de brennt

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Was ist dei­ne Mei­nung zur Pfle­ge?

Wir erfah­ren ger­ne was euch bewegt und wie Ihr zu die­sem The­ma steht.
Wir möch­ten eure Anre­gun­gen, Mei­nun­gen, Ide­en und Erfah­run­gen ger­ne sam­meln und am 01.08.2018 dis­ku­tie­ren

Hier gehts zur Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung »

Vor­ab könnt Ihr ger­ne schon im Kom­men­tar­feld eure Mei­nung sagen.

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Neue Wege für Gesund­heit & Pfle­ge!


Gepostet Von am Mai 5, 2018

Neue Wege für

Gesund­heit & Pfle­ge!

MEHR Pfle­ge hat schon vie­le geheilt, Pro­fit­gier noch nie­man­den

 

In der Pfle­ge herrscht seit vie­len Jah­ren Not­stand. DIE LINKE. Bay­ern setzt sich für Ärz­te­häu­ser auf dem Land ein und bringt ein Gesetz für bes­se­re Bedin­gun­gen in der Pfle­ge in den Land­tag ein.Wir wol­len zusam­men mit Ihnen 15.000 zusätz­li­che Pfle­ge­stel­len in den baye­ri­schen Kli­ni­ken schaf­fen. Dazu lei­ten wir ein Volks­be­geh­ren in die Wege!

Die Zustän­de in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und den Kran­ken­häu­sern sind kata­stro­phal: Der Pfle­ge­not­stand führt bereits jetzt zu tau­sen­den ver­meid­ba­ren Todes­fäl­len im Kran­ken­haus. Allein im Frei­staat feh­len laut Anga­ben der Gewerk­schaft ver.di weit über 10 000 Stel­len in der Pfle­ge. Die Zah­len von

Über­las­tungs­an­zei­gen der Beschäf­tig­ten, aber auch die Behand­lungs­feh­ler in den Kli­ni­ken neh­men zu. In Deutsch­land muss eine Pfle­ge­kraft im Schnitt zehn Pati­en­ten gleich­zei­tig betreu­en, wäh­rend es etwa in der Schweiz nur sechs, in den Nie­der­lan­den fünf oder in Nor­we­gen nur vier sind. Ver­schärft wur­den die Nöte gera­de von kom­mu­na­len Kran­ken­häu­sern durch die Unter­fi­nan­zie­rung sei­tens des Frei­staats bei den Inves­ti­tio­nen. Dies erhöht den Druck – mit fata­len Fol­gen: Not­wen­di­ge Reno­vie­rungs­ar­bei­ten müs­sen aus Per­so­nal­mit­teln finan­ziert wer­den, was den Pfle­ge­not­stand ver­schärft und unmit­tel­bar die Gesund­heit und das Leben der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten bedroht. Medi­zi­ni­sche Aus­stat­tun­gen sind ver­al­tet, Kran­ken­haus­bau­ten maro­de. Die zusätz­li­chen finan­zi­el­len Belas­tun­gen und der Zwang, „markt­ori­en­tiert“ zu arbei­ten, füh­ren zu Pri­va­ti­sie­run­gen und Schlie­ßun­gen von Abtei­lun­gen oder gan­zen Häu­sern, beson­ders im länd­li­chen Raum. In nur vier Jah­ren zwi­schen 2013 und 2016 schlos­sen zwölf Kli­ni­ken im Frei­staat. Für 2018 pro­gnos­ti­ziert die Baye­ri­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft für rund die Hälf­te der Kli­ni­ken im Frei­staat ein Defi­zit – mehr als je zuvor.

DIE LINKE. Bay­ern steht für eine siche­re Kran­ken­haus­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung, auch in dünn besie­del­ten Regio­nen. Wir wol­len den Per­so­nal­not­stand in der Pfle­ge auf­lö­sen und Kom­mu­nen ent­las­ten.

Kon­kret for­dern wir:

  • die Erhö­hung der Inves­ti­tio­nen des Frei­staats in Kli­ni­ken auf das Niveau von 2002 unter Berück­sich­ti­gung der Infla­ti­on: Wir wol­len 800 Mil­lio­nen Euro für Bau, Sanie­rung und medi­zi­ni­sche Aus­stat­tung der baye­ri­schen Kran­ken­häu­ser ein­set­zen. Die­se Sum­me ist in künf­ti­gen Jah­ren an die Infla­ti­ons­ra­te zu kop­peln.
  • dass Bay­ern eine Bun­des­rats­in­itia­ti­ve für die Zurückdr.ngung der Fall­pau­scha­len und für eine bedarfs­ge­rech­te Finan­zie­rung der Kran­ken­häu­ser ein­bringt.
  • die Rück­füh­rung von pri­va­ti­sier­ten Kran­ken­häu­sern in öffent­li­che Hand sowie die regio­na­le Zusam­men­ar­beit von Kran­ken­häu­sern und Kli­nik­trä­gern, wozu eine För­de­rung durch die Staats­re­gie­rung anzu­stre­ben ist.
  • mehr Qua­li­tät für die Pfle­ge: Der rui­nö­se Wett­be­werb unter Kli­ni­ken auf dem Rücken der Beschäf­tig­ten und der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten muss gestoppt wer­den. Wir sehen einen Mehr­be­darf von 15 000 zusätz­li­chen Stel­len für die Pfle­ge in Bay­ern. Der Frei­staat Bay­ern soll daher eine ver­bind­li­che Per­so­nal­be­mes­sung in das Baye­ri­sche Kran­ken­haus­ge­setz auf­neh­men und auf einen höhe­ren Stel­len­schlüs­sel in der Alten­pfle­ge hin­wir­ken.
    gesetz­li­che Min­dest­stan­dards bei der Pfle­ge und deren Per­so­nal­aus­stat­tung. Es muss genü­gend Pfle­ge­per­so­nal da sein, um alle tat­säch­lich anfal­len­den Auf­ga­ben gut bewäl­ti­gen zu kön­nen.
  • einen Pfle­ge­min­dest­lohn — beson­ders wich­tig in der Alten­pfle­ge — in Höhe von 14,50 Euro in der Stun­de. So leis­ten wir einen Bei­trag zur Behe­bung des Fach­kräf­te­man­gels in Pfle­ge­be­ru­fen.

 

Allein seit 2009 muss­ten 35 Geburts­sta­tio­nen in Bay­ern schlie­ßen. Zahl­rei­che wei­te­re Ein­rich­tun­gen ste­hen auf der Kip­pe. Die Zahl der prak­ti­zie­ren­den Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger nimmt ab – und das bei stei­gen­den Gebur­ten­zah­len. Im schwä­bi­schen Dil­lin­gen an der Donau und anders­wo müs­sen 2018 auf­grund des Man­gels an Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger Geburts­hil­fe­sta­tio­nen für meh­re­re Mona­te geschlos­sen wer­den. Eine Nach­sor­ge im Wochen­bett ist vie­ler­orts im Frei­staat nicht mehr gewähr­leis­tet. Die Staats­re­gie­rung darf sich nicht aus der Ver­ant­wor­tung steh­len: Sie ist zustän­dig für die Kran­ken­haus­pla­nung und ver­ant­wor­tet die lücken­haf­te Geburts­ver­sor­gung in Bay­ern.

DIE LINKE will, dass Kin­der gut umsorgt zur Welt kom­men. Wir ste­hen für den Erhalt der Geburts­sta­tio­nen und für mehr Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger. Eltern sol­len die Wahl haben, wo sie ihr Kind zur Welt brin­gen, und das wohn­orts­nah.

Das errei­chen wir durch:

  • 100 Mil­lio­nen Euro für die Siche­rung von Geburts­sta­tio­nen im länd­li­chen Raum. Die Aus­bil­dung von Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger durch kom­mu­na­le Kran­ken­haus­trä­ger fin­det dabei beson­de­re Berück­sich­ti­gung.
  • einen baye­ri­schen Haft­pflicht­fonds in Höhe von 7 Mil­lio­nen Euro jähr­lich, um die Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger unab­hän­gig von pri­va­ten Ver­si­che­run­gen zu machen, womit für die Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen der Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger end­lich eine grund­le­gen­de Lösung gefun­den wird.
  • Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger kön­nen ers­ter Ansprechort für Schwan­ge­re und die Schwan­ge­ren­vor­sor­ge sein – wie in den Nie­der­lan­den. Die­ses Ver­ständ­nis eines neu­en Berufs­bil­des soll­te sich auch in der Ver­gü­tung nie­der­schla­gen. So ent­las­ten wir die baye­ri­schen Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­ger bei den Ver­si­che­rungs­kos­ten jeweils um 180 Euro im Monat.

Nir­gend­wo sind nie­der­ge­las­se­ne Ärz­tin­nen und Ärz­te so ungleich ver­teilt wie in Bay­ern. Im mit­tel­frän­ki­schen Land­kreis Ans­bach herrscht mit der größ­te Ärz­te­man­gel West­deutsch­lands. Auch Regio­nen im Baye­ri­schen Wald, in der Ober­pfalz, der Rhön oder Ober­fran­ken gel­ten als akut oder dro­hend unter­ver­sorgt. Das Durch­schnitts­al­ter der Land­ärz­tin­nen und ‑ärz­te liegt vie­ler­orts um die 60 Jah­re. Wenn wir nicht gegen­steu­ern, haben wir in Kür­ze ein mas­si­ves Pro­blem bei der ambu­lan­ten Ver­sor­gung der Men­schen in vie­len Tei­len des Frei­staats.

Der­weil macht sich beson­ders in Groß­städ­ten der Man­gel an Kin­der­ärz­tin­nen und ‑ärz­ten bemerk­bar: Wochen­lan­ge War­te­zei­ten sind in man­chen Münch­ner Stadt­be­zir­ken kei­ne Sel­ten­heit. DIE LINKE will gleich­wer­ti­ge Ver­sor­gung in Stadt und Land schaf­fen.

Wir set­zen uns kon­kret ein für:

  • kom­mu­na­le Ärz­te­häu­ser in unter­ver­sorg­ten Regio­nen. Städ­te und Gemein­den sol­len für den Eigen­be­trieb finan­zi­ell und orga­ni­sa­to­risch ertüch­tigt wer­den. Der länd­li­che Raum wird für jun­ge Medi­zi­ne­rin­nen und Medi­zi­ner durch Weg­fall des Ver­wal­tungs­auf­wands attrak­tiv. Es bleibt mehr Zeit für die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten. Dafür pla­nen wir für die kom­men­de Legis­la­tur­pe­ri­ode eine Land­arzt­för­de­rung für Kom­mu­nen in Höhe von 200 Mil­lio­nen Euro ein.
  • die Siche­rung und den Aus­bau der Ver­sor­gung durch Fach- und Kin­der­ärz­te in wirt­schaft­lich schlech­ter gestell­ten Vier­teln der baye­ri­schen Groß­städ­te.
  • eine flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung mit Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und ‑the­ra­peu­ten, Phy­sio­so­wie Ergo­the­ra­peu­tin­nen und ‑the­ra­peu­ten, Logo­pä­din­nen und Logo­pä­den, Podo­lo­gin­nen und Podo­lo­gen, Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­gern sowie Apo­the­ken.
  • eine Bedarfs­pla­nung in Mün­chen, Nürn­berg, Augs­burg und wei­te­ren Ober­zen­tren, die nicht mehr wie bis­her stadt­weit, son­dern punkt­ge­nau auf Quar­tie­re bezo­gen ist.
  • ein baye­ri­sches Prä­ven­ti­ons­ge­setz. Damit garan­tie­ren wir, dass nie­mand in Bay­ern auf­grund des sozia­len Sta­tus von medi­zi­ni­schen Leis­tun­gen aus­ge­schlos­sen wird. In die­sem Rah­men wol­len wir zudem die regio­na­le Zusam­men­ar­beit bei der Gesund­heits­ver­sor­gung stär­ker för­dern als bis­lang (Aus­bau von Kom­pe­ten­zen der „Gesund­heits­re­gio­nen Plus“).
  • das Ende der Zwei-Klas­sen-Medi­zin: DIE LINKE wird im Land­tag eine Bun­des­rats­in­itia­ti­ve Bay­erns für eine soli­da­ri­sche Gesund­heits­ver­si­che­rung bean­tra­gen, in die auch Beam­tin­nen und Beam­te und Abge­ord­ne­te ein­zah­len. So kann der Bei­trags­satz von der­zeit durch­schnitt­lich 15,7 Pro­zent (2017) dau­er­haft auf unter 12 Pro­zent abge­senkt wer­den, ohne Leis­tun­gen zu kür­zen. Wir for­dern eine Aus­wei­tung des Leis­tungs­ka­ta­lo­ges der gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV), z.B. Ver­pflich­tung von Kran­ken­häu­sern zur Nach­be­hand­lung von Trans­se­xu­el­len.

Beim baye­ri­schen Heim­ge­setz ist eine Novel­lie­rung not­wen­dig, die den Inter­es­sen der Betrof­fe­nen gerecht wird. Damit sol­len die Selbst­stän­dig­keit der Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner, eine huma­ne Pfle­ge und ein effek­ti­ver Schutz der Schwa­chen sowie gute Arbeits­be­din­gun­gen zu guten Löh­nen für die Beschäf­tig­ten nach­prüf­bar geschaf­fen wer­den.

DIE LINKE steht für:

  • einen Per­so­nal­schlüs­sel, der Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern ein Leben in Wür­de ermög­licht.
  • Für 20 pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen müs­sen mit­tel­fris­tig zehn Pfle­ge­kräf­te ein­ge­setzt wer­den.
  • die ange­mes­se­ne und dem öffent­li­chen Dienst ver­gleich­ba­re Ent­loh­nung der Tätig­keit der Pfle­ge­kräf­te und einen Pfle­ge­min­dest­lohn von 14,50 Euro.
  • die Her­stel­lung voll­stän­di­ger Kos­ten­trans­pa­renz im Pfle­ge­be­reich.
  • die kom­plet­te .ber­füh­rung des Pfle­ge­we­sens in gemein­nüt­zi­ge, genos­sen­schaft­li­che, kom­mu­na­le oder staat­li­che Ver­ant­wor­tung.
  • den Aus­bau ambu­lan­ter Struk­tu­ren in der Pfle­ge mit ent­spre­chen­der finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung der betreu­en­den Fami­lie.
  • die Sicher­stel­lung von Ange­bo­ten für eine pro­fes­sio­nel­le Ver­sor­gung, um die pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen zu ent­las­ten.
  • demo­kra­tisch gewähl­te Heim­bei­rä­te mit ech­ten Mit­be­stim­mungs­rech­ten, damit die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner, ihre Ange­hö­ri­gen bzw. Betreue­rin­nen und Betreu­er Ein­fluss auf sie betref­fen­de Ent­schei­dun­gen neh­men kön­nen.
  • die Stär­kung der Rech­te von Beschäf­tig­ten in Pri­vat­haus­hal­ten; Kon­trol­len und arbeits­recht­li­che Unter­stüt­zung müs­sen aus­ge­wei­tet wer­den.
  • die flä­chen­de­cken­de Ein­rich­tung von Beschwer­de­stel­len; die­se sind durch Land, Kom­mu­nen und die jewei­li­gen Trä­ger zu finan­zie­ren.
  • die Vor­beu­gung und Ver­hin­de­rung von Miss­stän­den in Pfle­ge­hei­men durch ech­te und effek­ti­ve Kon­trol­len.

Das von der gegen­wär­ti­gen Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung dem Land­tag zuge­lei­te­te Baye­ri­sche Psy­chisch-Kran­ken-Hil­fe-Gesetz (BayP­sychKHG) atmet den Geist obrig­keits­staat­li­cher Ver­wahr- und  Über­wa­chungs-Ideo­lo­gie. Weder die Inter­es­sen psy­chisch kran­ker Men­schen und deren Schutz noch das Inter­es­se einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft an Reha­bi­li­ta­ti­on und Reso­zia­li­sie­rung wer­den gewahrt. In einer neu­en gesetz­li­chen Rege­lung muss der Fokus auf Hil­fe – wie im Namen schon nahe­ge­legt – und nicht wie im vor­lie­gen­den Ent­wurf auf Gewalt, Zwangs­mit­tel und lücken­lo­ser Über­wa­chung lie­gen. Unser Grund­satz: Men­schen in schwe­ren psy­chi­schen Kri­sen­si­tua­tio­nen soll umfas­sen­de Hil­fe zuteil­wer­den. Zwang und Gewalt in der Behand­lung sind letz­tes Mit­tel – also tat­säch­li­che Aus­nah­me und ech­te Ulti­ma Ratio – und sol­len durch die Ent­wick­lung von Alter­na­ti­ven mit­tel- und lang­fris­tig redu­ziert wer­den, um nach­hal­ti­ge Behand­lungs­er­fol­ge zu erzie­len. Vor allem im Unter­brin­gungs­teil wer­den die Betrof­fe­nen in stig­ma­ti­sie­ren­der Wei­se in die Nähe von Straf­tä­tern gerückt und die Beto­nung auf das Ver­hin­dern von „Miss­brauch“ gelegt. Bei­spie­le: der „Miss­brauch des Schrift­wech­sels“, „Miss­brauch reli­giö­ser Schrif­ten“, „Miss­brauch ein­ge­räum­ter Frei­hei­ten“, „Miss­brauch im Rah­men von Belas­tungs­pro­ben“. Allein die­ser Sprach­ge­brauch zeigt schon eine mora­li­sie­ren­de und ent­wer­ten­de Vor­ver­ur­tei­lung.

Psych­ia­tri­sche Hil­fe und der Bereich Forensik/Maßregelvollzug müs­sen völ­lig geson­dert betrach­tet wer­den – hier wer­den bei­de Berei­che oft in einem Atem­zug genannt – also sind alle zumin­dest ten­den­zi­el­le Straf­tä­ter und sind so zu behan­deln. Die­ser Geist zeigt sich auch in den wei­te­ren Absät­zen: Es wer­den „Wei­sun­gen“ erteilt – statt Abspra­chen zu tref­fen, „Durch­su­chun­gen“ und die „Andro­hung unmit­tel­ba­ren Zwangs“ – statt Ankün­di­gung. Die­se Begriff­lich­keit – die Bei­spie­le lie­ßen sich fort­set­zen – ent­stammt einer obrig­keits­staat­li­chen Poli­zei­spra­che und gehört nicht in den Bereich psych­ia­tri­scher Hil­fen! Unter­brin­gungs­vor­aus­set­zun­gen, die Mög­lich­keit von Durch­su­chun­gen, Video­über­wa­chung, Siche­rungs- und Zwangs­maß­nah­men schaf­fen in psych­ia­tri­schen Kran­ken­häu­sern die Atmo­sphä­re von Gefäng­nis­sen.

Die Kon­troll­wut baye­ri­scher Obrig­keit zeigt sich auch in der vor­ge­se­he­nen umfas­sen­den Unter­brin­gungs­da­tei, was vor allem nach einer Unter­brin­gung zu gra­vie­ren­den Nach­tei­len füh­ren kann. Ins­be­son­de­re dür­fen Daten über ver­gan­ge­ne Unter­brin­gung und Dia­gno­sen nicht — wie vor­ge­se­hen — für Poli­zei- und Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­den zugäng­lich gemacht wer­den. Glei­ches gilt für die Benach­rich­ti­gung der Poli­zei bei Ent­las­sung. Hier fin­det eine Stig­ma­ti­sie­rung statt – es wird gene­rell unter­stellt, dass auf­grund der Vor­er­kran­kung eine hohe Gewalt­be­reit­schaft bestehe. Dafür steht DIE LINKE: Ein Blick in die deut­sche Geschich­te mit dem gräss­li­chen Miss­brauch staat­li­cher psych­ia­tri­scher Macht, vor allem in der Zeit des NS-Faschis­mus, muss uns bei die­sem Gesetz auf­hor­chen las­sen. Daher sind wir für ein Gesetz, durch das psy­chisch kran­ken Men­schen gehol­fen wird, ihre Gene­sung geför­dert wird und der Schutz der Gesell­schaft durch Reha­bi­li­ta­ti­on und nicht durch Zwang und Gewalt gewahrt wird. Wir sehen als Visi­on eine gewalt­freie­re Psych­ia­trie, die den  Betrof­fe­nen umfas­sen­de Hil­fe zuteil­wer­den lässt, in der Zwangs- und Kon­troll­maß­nah­men ein­schließ­lich einer Zwangs­me­di­ka­ti­on nur das aller­letz­te Mit­tel sind. Dem staat­li­chen Kon­troll­wahn mit all­um­fas­sen­den Daten und ihrer Ver­net­zung set­zen wir ein Modell mit weni­gen Basis­da­ten ent­ge­gen, die allei­ne der Auf­sichts­be­hör­de zuste­hen und am Tag nach Been­di­gung einer Unter­brin­gung gänz­lich gelöscht wer­den. Daten über ver­gan­ge­ne Unter­brin­gung und Dia­gno­sen sowie die gänz­li­che Ent­las­sung wer­den nicht an Poli­zei und Kreis­ver­wal­tun­gen wei­ter­ge­lei­tet. Ein Zurück in die „Dreh­tü­ren-Psych­ia­trie“ darf es nicht geben, denn jeder Mensch hat das Recht auf einen Neu­an­fang! Hin­ge­gen ist es erfor­der­lich, ein zen­tra­les, stan­dar­di­sier­tes, aber anony­mes Mel­de­re­gis­ter für frei­heits­ent­zie­hen­de Maß­nah­men, Zwangs­maß­nah­men und eine Todes­fall-Sta­tis­tik ein­zu­füh­ren. Die Rechts­si­cher­heit der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wird durch einen Pati­en­ten­an­walt geschützt, der auch pro­ak­tiv tätig wer­den kann. Eben­so brau­chen wir gestärk­te Besu­cher­kom­mis­sio­nen und unab­hän­gi­ge Beschwer­de­stel­len. Die Besuchs­mög­lich­kei­ten durch Fami­lie, Part­ne­rin­nen und Part­ner sowie Freu­din­nen und Freun­de müs­sen auf min­des­tens eine Stun­de täg­lich aus­ge­wei­tet wer­den, statt wie vor­ge­se­hen nur eine Stun­de in der Woche. Ein­schrän­kung und Über­wa­chung von Besu­chen muss streng regle­men­tiert wer­den.

Gene­sung ist die wich­tigs­te Gewalt­prä­ven­ti­on. Wir sind daher für mög­lichst offe­ne Sta­tio­nen, milieu­ty­pi­sche Behand­lun­gen und eine ins­ge­samt zwangs- und gewalt­freie psych­ia­tri­sche Pra­xis.

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