Für den Frie­den: gegen Waf­fen­ex­por­te


MEHR Frie­den. Rüs­tungs­ex­por­te stop­pen

 

Krie­ge begin­nen in Bay­ern. Die CSU hat Bay­ern zum Waf­fen­ex­port­land gemacht. Die mil­li­ar­den­schwe­ren Sub­ven­tio­nen in die Rüs­tungs­in­dus­trie wol­len wir stop­pen und Waf­fen­ex­por­te ver­bie­ten. Dafür soll mehr Geld in Umwelt­schutz, Digi­ta­li­sie­rung, Pfle­ge, Nah­ver­kehr und Woh­nungs­bau inves­tiert wer­den. DIE LINKE lehnt jede Unter­stüt­zung von Krie­gen ent­schie­den ab.

Ange­sichts des Trüm­mer­fel­des, zu dem eine Staats- und Gesell­schafts­ord­nung ohne Gott, ohne Gewis­sen und ohne Ach­tung vor der Wür­de des Men­schen die Über­le­ben­den des zwei­ten Welt­krie­ges geführt hat, in dem fes­ten Ent­schlus­se, den kom­men­den deut­schen Geschlech­tern die Seg­nun­gen des Frie­dens, der Mensch­lich­keit und des Rech­tes dau­ernd zu sichern, gibt sich das Baye­ri­sche Volk, ein­ge­denk sei­ner mehr als tau­send­jäh­ri­gen Geschich­te, nach­ste­hen­de demo­kra­ti­sche Ver­fas­sung. (Prä­am­bel der baye­ri­schen­Ver­fas­sung)

Die CSU ist seit lan­gem eine trei­ben­de Kraft der Mili­ta­ri­sie­rung Deutsch­lands. Schon der frü­he­re baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Franz Josef Strauß setz­te sich für die Auf­rüs­tung der Bun­des­wehr und die För­de­rung der Rüs­tungs­in­dus­trie ein. Damit wur­de Bay­ern eine der gro­ßen Rüs­tungs­schmie­den Deutsch­lands. Air­bus Defence and Space in Otto­brunn und Schro­ben­hau­sen, Krauss-Maff­ei Weg­mann und MTU in Mün­chen sowie Diehl in Nürn­berg zäh­len zu den umsatz­stärks­ten deut­schen Rüs­tungs­un­ter­neh­men. Die­se pro­fi­tie­ren nicht nur von Rüs­tungs­vor­ha­ben des Bun­des, son­dern auch von Waf­fen­ex­por­ten, die zuneh­mend in alle Welt gehen, auch in Kri­sen- und Kriegs­re­gio­nen.

Die baye­ri­sche Regie­rung sieht ihren Ein­satz für das Geschäft mit dem Tod als Stand­ort­fak­tor. Frie­dens­po­li­tik hat im baye­ri­schen Land­tag bis jetzt kei­ne poli­ti­sche Hei­mat. Die Scharf­ma­cher der CSU leis­ten der Mili­ta­ri­sie­rung in Bay­ern wei­ter­hin Vor­schub, indem sie sich für den Ein­satz der Bun­des­wehr im Innern ein­set­zen. Die Ver­men­gung von Poli­zei und Mili­tär führt dazu, dass Sol­da­ten für Auf­ga­ben ein­ge­setzt wer­den, für die sie nicht aus­ge­bil­det sind. Dies ist kei­ne sicher­heits­po­li­ti­sche Errun­gen­schaft und steht im Wider­spruch zum Arti­kel 99 der Baye­ri­schen Ver­fas­sung, nach dem der Schutz der Ein­woh­ner durch die Poli­zei gewähr­leis­tet wird.

Nicht nur die Bun­des­wehr ist in Bay­ern ger­ne gese­hen, wenn es nach der bis­her amtie­ren­den Regie­rung geht. Bay­ern ist neben Rhein­land-Pfalz die Dreh­schei­be für Kriegs­übun­gen der US-Armee in Euro­pa und stellt ein Drit­tel der mili­tä­ri­schen Infra­struk­tur für die 40 000 in Deutsch­land sta­tio­nier­ten US-Sol­da­ten zur Ver­fü­gung. Die USA haben mit Gra­fen­wöhr und Hohen­fels in der Ober­pfalz sowie Ans­bach-Kat­ter­bach und Ille­sheim in Mit­tel­fran­ken vier Mili­tär­ba­sen im Frei­staat, die zuneh­mend als Sprung­brett an die rus­si­sche Gren­ze genutzt wer­den. Hier­bei ist der Trup­pen­übungs­platz Gra­fen­wöhr das größ­te und moderns­te Übungs­are­al für NATO-Arme­en in Euro­pa, auf dem scharf geschos­sen wird. Hier wer­den 5000 Sol­da­ten für ihre Kampf­ein­sät­ze in aller Welt aus­ge­bil­det. Die Kriegs­übun­gen mit ihrem Lärm, mit ihrem Fein­staub und mit ihrem Ver­kehrs­cha­os belas­ten die Bevöl­ke­rung schwer.

Die Kampf­hub­schrau­ber-Staf­feln in Ans­bach und Ille­sheim wur­den 2017 mas­siv auf­ge­rüs­tet. Die Zahl der Maschi­nen wur­de auf 136 ver­dop­pelt, die Flug­stun­den stie­gen seit­her auf monat­lich 2000 an. Die Men­schen in Mit­tel­fran­ken lei­den indes unter dem Flug­lärm bis zwei Uhr nachts und unter der extre­men Fein­staub­be­las­tung durch die Kampf­hub­schrau­ber, die bis zu 4.800 Liter JP8-Kero­sin pro Stun­de ver­brau­chen. Eine ört­li­che Bür­ger­initia­ti­ve ermit­tel­te bei Fein­staub­mes­sun­gen wäh­rend ber­flü­gen bis zum Zehn­fa­chen erhöh­te Schad­stoff­emis­sio­nen. Spit­zen­wer­te in einem Kilo­me­ter Ent­fer­nung zum Flug­feld Kat­ter­bach errei­chen die­je­ni­gen unmit­tel­bar an der Lan­de­bahn des Münch­ner Flug­ha­fens. Das US-Mili­tär ist gemäß Trup­pen­sta­tut von sämt­li­chen Steu­ern und vie­len deut­schen Umwelt­stan­dards befreit.

Bay­ern ist damit ein wich­ti­ger Bestand­teil der US-Kriegs­füh­rung und leis­tet Bei­hil­fe zur Vor­be­rei­tung und Füh­rung von Angriffs­krie­gen, auch wenn das gegen das Grund­ge­setz (Arti­kel 26) ver­stößt. Auf die Bevöl­ke­rung vor Ort wird dabei kei­ne Rück­sicht genom­men.

Die Unter­stüt­zung der US-Auf­rüs­tung im Frei­staat ist ein deut­li­cher Beleg für das struk­tur­po­li­ti­sche Ver­sa­gen der CSU. DIE LINKE steht klar für die Schlie­ßung der US-Mili­tär­ba­sen im Frei­staat. Damit errei­chen wir nicht nur mehr Gesund­heits­schutz für die Anwoh­ner. Die zivi­le Umnut­zung eröff­net zahl­rei­che Chan­cen für die Regio­nal­ent­wick­lung: Wohn­ge­bie­te und Gewer­be­an­sied­lun­gen kön­nen ohne zusätz­li­chen Flä­chen­fraß rea­li­siert wer­den. Anstatt die US-Armee zu sub­ven­tio­nie­ren will DIE LINKE daher Kom­mu­nen finan­zi­ell bei der Kon­ver­si­on unter­stüt­zen. Dies sehen wir als Chan­ce, vor Ort Kon­zep­te eines sozi­al-öko­lo­gi­schen Umbaus zu erpro­ben. So machen wir Bay­ern zukunfts­fä­hig, lebens­wer­ter und auch ein Stück fried­li­cher.

DIE LINKE ist die ein­zi­ge Par­tei, die im Bun­des­tag ihre Stim­me kon­se­quent und nach­hal­tig gegen die Kriegs- und Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr erhebt, weil sie mili­tä­ri­sche Gewalt als Mit­tel der inter­na­tio­na­len Poli­tik ablehnt. Des­halb bekämp­fen wir auch jeden Export von Rüs­tungs­gü­tern.

Rüs­tungs­ex­por­te füh­ren zu Krie­gen und Krie­ge erzeu­gen Flucht­be­we­gun­gen. Wir wol­len Flucht­ur­sa­chen schon bei uns vor Ort bekämp­fen und daher weg von der Rüs­tungs­pro­duk­ti­on, die gera­de in Bay­ern sehr stark ver­tre­ten ist. Wir for­dern die Ein­lei­tung von Kon­ver­si­ons­pro­zes­sen, die die Umstel­lung auf zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­plät­ze mit aus­rei­chen­der Bezah­lung und men­schen­ge­rech­ten Arbeits­be­din­gun­gen unter­stüt­zen.

Die CSU-Staats­re­gie­rung unter­stützt seit vie­len Jah­ren die Münch­ner „Sicher­heits­kon­fe­renz“, die ein Forum ist zur Recht­fer­ti­gung der NATO, ihrer zuneh­men­den Rüs­tungs­aus­ga­ben und ihrer völ­ker­rechts­wid­ri­gen Kriegs­ein­sät­ze, die der Bevöl­ke­rung als „huma­ni­tä­re Inter­ven­tio­nen“ ver­kauft wer­den. Der baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent zeigt sich als wohl­wol­len­der Gast­ge­ber und Unter­stüt­zer der Kon­fe­renz, wäh­rend tau­sen­de Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten gegen die­je­ni­gen ein­ge­setzt wer­den, die auf der Stra­ße gegen die krie­ge­ri­sche Poli­tik der NATO demons­trie­ren.

DIE LINKE begreift sich als ein Teil der Frie­dens- und Anti­kriegs­be­we­gung und will die zuneh­men­de Mili­ta­ri­sie­rung in Staat und Gesell­schaft nicht hin­neh­men. Dabei stellt sie sich ins­be­son­de­re gegen die harm­los daher­kom­men­de Mili­tär- und Kriegs­pro­pa­gan­da, der unse­re Jugend aus­ge­setzt ist.

  • die Unter­stüt­zung der anhal­ten­den Pro­tes­te gegen die Mili­tär­ba­sen in Bay­ern.
  • das kon­se­quen­te Anpran­gern der phy­si­schen und psy­chi­schen Gesund­heits­schä­den, die von Mili­tär­ba­sen aus­ge­hen.
  • die Kün­di­gung der Sta­tio­nie­rungs­rech­te des US-Mili­tärs in Deutsch­land.
  • den Abzug der US-Armee aus Bay­ern und Schlie­ßung ihrer Mili­tär­ba­sen.
  • Kon­ver­si­ons­kon­zep­te für die zivi­le Nut­zung von US-Stand­or­ten und ehe­ma­li­gen Bun­des­wehr­stand­or­ten unter Mit­wir­kung der betrof­fe­nen Kom­mu­nen und ihrer Bür­ger.
  • den Umbau der baye­ri­schen Rüs­tungs­in­dus­trie mit dem Ziel einer zivi­len und gesell­schaft­lich sinn­vol­len Pro­duk­ti­on unter Mit­wir­kung der betrof­fe­nen Betriebs­rä­te und ihrer Gewerk­schaf­ten.
  • die Been­di­gung der Unter­stüt­zung der Münch­ner NATO-Sicher­heits­kon­fe­renz
  • die Abkehr von der wei­te­ren Mili­ta­ri­sie­rung der deut­schen Innen- und Außen­po­li­tik und die Been­di­gung der Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr.
  • die Been­di­gung der Bun­des­wehr­wer­bung in Schu­len und der Rekru­tie­rung von Min­der­jäh­ri­gen.
  • eine baye­ri­sche Initia­ti­ve im Bun­des­rat dem Atom­waf­fen­ver­bots­ver­trag der Ver­ein­ten Natio­nen bei­zu­tre­ten.
  • die Unter­stüt­zung der Kam­pa­gne „Abrüs­ten statt Auf­rüs­ten“.

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